Hirschspagat

Projekt Hirsch -  Wildtier 2026

Bewegungs- und Körperwahrnehmungsspiel

 

Wer hätte das gedacht - der Hirsch macht Spagat. Das kannst du auch - mach gleich mit!

 

Material

Putzlappen

Vorbereitung

keine

Hirschspagat

Den dreck'gen Boden hat er satt,

drum putzt der HIrsch ihn spiegelglatt.

Und strahlt der Boden dann im Glanz,

lädt der Hirsch auch gleich zum Tanz.

Doch, - weil der Hirsch den Halt verliert,

ist gleich auch dies Malheur passiert:

Schwupps, landet er hier auf dem Bauch!

Ja, - so ein Hirschspagat geht auch.
 

©2026 Ute Lantelme

So geht's

Die Kinder knien mit ihren trockenen Putzlappen am Boden
Zeile 1-2 Die Kinder putzen den Boden mit ihren Lappen.

Zeile 3-4 Die Kinder werfen den Lappen weg, klatschen in die Hände und machen eine einladende Handbewegung.

Zeile 5-6 Die Kinder tanzen auf allen vieren, heben dabei mal ein Bein oder Arm weit hoch und spüren, wie der Körper arbeitet um die Balance zu halten.


Zeile 7-8 Die Kinder rutschen vorsichtig auf den Bauch, indem sie zuerst die Knie zu Seite rutschen lassen und dann die Arme naoch vorn zur Seite führen.

 

Gut zu wissen

Bei diesem Spiel liegt der Schwerpunkt auf der Körperkoordination und dem Gleichgewicht. Die Kinder spüren, wie ihr Körper arbeitet, um das Gleichgewicht in verschiedenen Tanzpositionen und beim Putzen zu halten und sie dosieren den Krafteinsatz beim Gleiten in das "Hirschspagat".
 

 

Tipp

Das Spiel gelingt am besten auf glattem Boden.

Falls die Kinder sehr wild unterwegs sind, sollten sie kleine Kissen für den Kopf haben, damit sie diesen nicht aus Versehen zu fest auf den Boden fallen lassen.

Im Shop erhältlich

Einfache MeisterWerke gibt es auch in unseren Elternheften und Büchern. Im Buch Und action! gibt es viele tolle Möglichkeiten dein Kind kreativ zu fördern. Es ist hier bei uns erhältlich. Auf Wunsch mit Autogramm der Autorin.

Bewegung macht Spaß

 

Bewegung ist der Motor einer gesunden Entwicklung
Werden Kinder von Anfang an an die Bewegung in all seinen Facetten herangeführt, wird es für sie zur Selbstverständlichkeit. So können Eltern einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit ihres Kindes leisten.


Bewegung ist u.a. auch mit Wahrnehmung, Denken und Gefühlen verbunden.

 

Kein Bereich des Menschen entwickelt sich oder funktioniert völlig unabhängig von anderen Bereichen, auch im Gehirn sind die Bereiche miteinander durch Nervenbahnen, biochemischen Reaktionen oder Verschaltungen verbunden. Die Motorik steht dabei an zentraler Stelle. Sie entwickelt sich nicht völlig losgelöst von anderen Bereichen und umgekehrt.

Körperwahrnehmung

 

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, seiner Grenzen und Fähigkeiten, der motorischen Möglichkeiten ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung. Wer seinen Körper gut kennt und seine Körperteile benennen kann, hat im wahrsten Sinne des Wortes ein gesundes Selbst-Bewusstsein!

 

Achten wir verstärkt darauf, dass nicht anstelle der unmittelbaren Primärerfahrungen immer mehr Sekundärerfahrungen treten. Kinder dürfen nicht zu passiven Konsumenten von Erfahrungen aus zweiter Hand erzogen werden (Handy, TV, Computerspiele...), dann nämlich geht ihnen das Körperbewusstsein allmählich verloren.  Gerade im städtischen Bereich finden wir oft ein relativ kinderfeindliches Umfeld vor, das kaum noch gefahrlose Bewegungsräume für eigene Erfahrungen gibt.

Ausprobieren, Üben, Wiederholen, Scheitern und erneutes Versuchen

sind die Methoden, die Kinder in der Lage versetzen, Gefahren und Risiken und ihren eigenen Körper und seine Grenzen kennen zu lernen und einzuschätzen.

 

Wo die Sorge um Sicherheit und Hygiene im Vordergrund steht, werden Kinder in ihrer Entwicklung begrenzt, nicht nur in ihrer Bewegungserfahrung, sondern auch im Aufbau einer Begriffswelt und ihrer Denkentwicklung.

 

Denn durch Bewegung und Körperwahrnehmung machen Kinder Erfahrungen über sich selbst, sie lernen ihre Fähigkeiten kennen, lernen sich einzuschätzen und entwickeln so die Voraussetzung für Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Sie lernen aber auch, mit anderen umzugehen, sich auf deren körperlichen Fähigkeiten und Grenzen einzustellen und sie zu akzeptieren.

Spielentwicklerin

 

Ute Lantelme

ist Sprachwissenschaftlerin, Autorin mehrerer Bücher und schreibt u.a. für das Kita-Magazin klein & groß, Raabits - Sprachbildung in der Kita uvm. aus dem Klett-Verlag...

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Texte: Ute Lantelme Fotos: Ute Lantelme Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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