Der Igel ist im Olympiafieber und versucht sich im Schwimmbecken. Ob das eine gute Idee ist???
EIn schönes Spiel um die Gefahren von Wasser anzusprechen
Material
Vorbereitung
Ins Wasser streckt‘ er sein Gesicht,
doch schwimmen kann der Igel nicht.
Hey Igel, das ist doch kein Spiel,
da sah ich schon, wie er reinfiel.
Es machte „Platsch“ und spritzte rum –
Oh Igel, das ist ja echt dumm!
Dem Igel reicht‘ ich schnell die Hand.
Dann schwammen wir zurück an Land.
So geht's
Das Kind darf die Geschichte mit der Igelfigur spielen. Dabei erlebt es, wie der Igel im Wasser untergeht. Spielst du mit einem Plüschtier, dauert es eine Weile, bis der Igel untertaucht. Da darfst du gerne etwas nachhelfen. Vielleicht bemerkt ihr die Luftblasen, die nach oben steigen. Jetzt braucht der Igel Hilfe, denn er kann ja nicht schwimmen.
Sprich mit deinem Kind über das Erlebte. Frage es, worauf der Igel achten muss, wenn er im Wasser spielen will.
Wasser ist faszinierend und die Glitzerfläche sieht so einladend aus. Wie schnell kannst du da kopfüber hineinfallen. Mit einer Igelfigur kann dein Kind dieses Igelspiel spielen und so ganz nebenbei erfahren, dass es mit Wasser vorsichtig sein muss, damit es nicht untergeht, wie der Igel.
Im Buch Körper-und Schmusespiele gibt es viele tolle Möglichkeiten dein Kind kreativ zu fördern.
Die Kinder begreifen die Welt mit allen ihren Sinnen. Die Haut ist hierbei das größte Sinnesorgan und auch jenes, das zu allererst voll ausgebildet funktioniert. Über die Haut und den Mund (orale Phase) erkunden die Kinder die Welt. Je mehr verschiedene Sinneseindrücke die Kinder in den ersten Jahren über diese Kanäle erfahren, desto besser ausgeprägt ist ihre Sinneswahrnehmung. Hierbei hilft die große Anzahl sensorischer Wahrnehmungsrezeptoren auf der Haut.
Die Kinder bekommen so viele Eindrücke (sehen, hören, riechen, schmecken), aber auch unzählige Reize – sowohl von innen (Muskelspannung, Gleichgewicht) als auch von außen (Berührungen, Arten von Materialien). Im Kontext lernen die Kinder die Schwerkraft kennen, üben die Auge-Hand-Koordination, schulen sowohl Grob-, als auch Feinmotorik und be-greifen die Welt.
Um die Entwicklung der Kinder zu fördern und sie zu unterstützen, diese vielen Eindrücke und Erfahrungen zu integrieren, brauchen die Kinder vor allem Zeit, sich selbst im Umgang mit dem Material oder den Sinnesreizen zu erfahren – denn die Selbstwahrnehmung kommt vor der Fremdwahrnehmung.
Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, seiner Grenzen und Fähigkeiten, der motorischen Möglichkeiten ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung. Wer seinen Körper gut kennt und seine Körperteile benennen kann, hat im wahrsten Sinne des Wortes ein gesundes Selbst-Bewusstsein!
In den heutigen Zeiten müssen wir verstärkt darauf achten, dass nicht anstelle der unmittelbaren Primärerfahrungen immer mehr Sekundärerfahrungen treten. Kinder dürfen nicht zu passiven Konsumenten von Erfahrungen aus zweiter Hand erzogen werden (Fernsehen, Computerspiele...), dann nämlich geht ihnen das Körperbewusstsein allmählich verloren. Auch hier gibt es alarmierende Studienergebnisse. Vor allem in Großstädten finden wir ein relativ kinderfeindliches Umfeld vor, das kaum noch Raum für eigene Erfahrungen gibt.
Dabei ist klar: nur durch Ausprobieren, Üben, Wiederholen, Scheitern und erneutes Versuchen sind Kinder in der Lage, Gefahren und Risiken und ihren eigenen Körper und seine Grenzen kennen zu lernen und einzuschätzen. Wo die Sorge um Sicherheit und Hygiene im Vordergrund steht, werden Kinder in ihrer Entwicklung begrenzt, nicht nur in ihrer Bewegungserfahrung, sondern auch im Aufbau einer Begriffswelt und ihrer Denkentwicklung.
Denn durch Bewegung und Körperwahrnehmung machen Kinder Erfahrungen über sich selbst, sie lernen ihre Fähigkeiten kennen, lernen sich einzuschätzen und entwickeln so die Voraussetzung für Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Sie lernen aber auch, mit anderen umzugehen, deren körperlichen Fähigkeiten und Grenzen zu akzeptieren, sich darauf einzustellen.
Spielentwicklerin
Ute Lantelme
ist Sprachwissenschaftlerin, Dozentin und Autorin mehrerer Bücher und schreibt für das Kita-Magazin klein & groß und Raabits - Sprachbildung in der Kita aus dem Klett-Verlag...
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