Naturkugeln

Ein kreatives Legespiel für draußen. Mit dem, was die Natur gerade anbietet, gestalten die Kinder ein weihnachtliches Stimmungsbild.

 

Material

alles, was die Natur anbietet
Fotoapparat/Smartphone
eventuell Metalldeckel (gold/silber) und oder Glitzerkordel

Vorbereitung

Metalldeckel und/oder Glitzerkordel mitnehmen

Mit offenen Augen unterwegs

Bei einem Spaziergang suchen die Kinder Material aus dem sie ein Bild mit Weihnachtskugeln legen können.

©2024 Ute Lantelme

So geht's

An einer geeigneten Stelle gestalten und malen die Kinder mit dem gesammelten Material ein Legebild. Ganz nach Herzenslust ergänzen und ändern sie es, bis sie damit zufrieden sind.

Dann unbedingt ein Foto von diesem vergänglichen MeisterWerk machen.

Das Bild bietet viele Sprechanlässe und schafft vielleicht auch in hektischen Zeiten und Schlechtwettertagen ein bißchen Weihnachtsstimmung.

Tipp

Wer mag, ergänzt das Bild mit ein paar mitgebrachten Metalldeckeln um den weihnachtlichen Charakter zu unterstreichen.

Mit Glitzerkordel können die runden Formen, die aus Blätter o.ä. zusammengesetzt wurden, noch betont werden.

Ganz zum Schluss die Metalldeckel und Glitzerkordel wieder einpacken. Die restlichen Teile des Bildes verrotten.

Im Shop erhältlich

Einfache MeisterWerke gibt es in unseren Elternheften, in den Büchern "Unsere Welt ist voller Abenteuer" und "Vom Kritzeln zum MeisterWerk" und natürlich hier auf der Homepage und bei Instagram, Facebook und unserem YouTube-Kanal.

Wozu ist ein Legespiel gut?

 

Die Legespiele dienen der Wortschatzerweiterung. Das geschieht dadurch, dass die einzelnen Teile und die Farben benannt werden (hier im Beispiel: Kreis, rund, Muschel, Sand, Tannenzapfen, Zweig, ). Darüberhinaus spielen Ortsangaben oft einen Rolle (oben muss eine Schnur an die Kugel, die Tannenzapfen sollen auf der linken/rechten Seite von der Kugel hängen (liegen), und so weiter …).

 

Die Kreativität wird gefördert – wir haben keine Begrenzungen wie bei einem Puzzle. Es muss nichts irgendwo hineingepasst werden, sondern wir sind ganz frei, Dinge sich überlappen zu lassen oder auch mit Freiräumen zu spielen.

 

Und ähnlich wie bei einem Buch kann das Spiel sowohl mit als auch ohne Text gespielt – und beliebig oft wiederholt werden .

Malreime

 

Dies sind kleine Verse, die die Kinder zum Malen anregen, dabei können inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden, z.B. weihnachtliche. Malgeschichten fördern das sprachliche Bewusstsein der Kinder, sie sind gereimt und kurz. Es ist dabei nicht wichtig, dass sie korrekt umgesetzt werden, es ist allerdings darauf zu achten, dass der Inhalt der Geschichten etwa dem Stand der kindlichen Malentwicklung entspricht. Malreime sollen Spaß machen und sie fördern ganz allgemein die Lust des Kindes am Malen. Und malen gehört ja nun unbedingt zum Kindsein!!! Manche Kinder tun das von sich aus und immerzu… die anderen lassen sich vielleicht ein bisschen locken von den kurzen Reimen und Geschichten.

 

Etappen der Malentwicklung

Mit ganzem Körpereinsatz sind kleine Kinder beim Malen dabei, bevor sie nach und nach lernen, ihre Bewegungen besser zu kontrollieren. Die Malreime begleiten die Kinder entsprechend ihrer motorischen Entwicklung. Die Malgeschichten verleihen den ersten „Kritzel“bildern Bedeutung und nehmen diese kindliche Ausdruckform ernst.

Mit großer Aufmerksamkeit und Konzentration verfolgen die Kleinen die Malgeschichten in den Gruppenstunden und zu Hause. Gerne nutzen sie die Gelegenheit selber zum Stift zu greifen. Nicht selten kommentieren sie auch ihre Malbewegungen: sie singen und plappern dazu. Erst später erschaffen die Kinder erkennbare Bilder. In den ersten Jahren stehen der Spaß und Freude mit dem Stift bleibende Spuren hinterlassen zu können im Vordergrund.

Während des dritten Lebensjahres tritt das bewusste Zeichnen in den Vordergrund. Einfache Elementarformen, wie Kreise, Ovale, Vierecke und Kreuze können vom Kind bewusst gezeichnet werden.

Ziel der Malgeschichten ist es nicht, dass die Kinder am Ende die entstehenden Figuren nachzeichnen können, sondern vielmehr, dass ihr Interesse am Spielen mit dem Stift und am Malen geweckt und gepflegt wird. Gleichzeitig schulen die Malreime ihr Sprachverständnis sowie ihr Sprach- und Rhythmusgefühl. Idealerweise malen Kinder mit kurzen dicken Buntstiften oder Wachsmalstiften, da sie beim Halten von dünnen Stiften noch bis zum Alter von 7 Jahren sehr leicht zu stark verkrampfen. Malen ist von großer Bedeutung für die Entwicklung der Feinmotorik und eine wichtige Möglichkeit, dem inneren Erleben Ausdruck zu verleihen.

Würdige die Kunstwerke: Lass dir von deinem Kind etwas über sein Bild erzählen, anerkenne die gelungener Farbauswahl oder schöne Formkombinationen und schaff Raum für eine Wechselausstellung.

Spielentwicklerin

 

 

Ute Lantelme

ist Sprachwissenschaftlerin, Dozentin und ist Autorin mehrerer Bücher und schreibt u.a. für die Fachzeitschriften klein & groß - mein Kita-Magazin und Raabits - Sprachbildung in der Kita aus dem Klett-Verlag.

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Texte: Ute Lantelme Fotos: Ute Lantelme Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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